Über Karate

An dieser Stelle möchte ich für alle, denen Karate noch nicht so vertraut ist, die Herkunft des Karates sowie den Kenshinkai-Stil vorstellen.

Was ist Karate?

Kenpo – eine chinesische Kampfkunst – wurde in der Tang-Dynastie Chinas durch chinesische Abgesandte nach Okinawa gebracht. Daraus entwickelte sich Karate. Nach kurzer Zeit interessierten sich nicht nur Leute aus den Oberschichten, sondern auch einfache Bürger fingen an Karate zu lernen.

Anfangs wurde Karate (leere Hand) nur “te” (Hand) oder “toude” (Hand der Tang-Dynastie) genannt. In der Taisho Periode (1912-1926) schrieb FUNAKOSHI Sensei das Wort Karate in das uns heute bekannte “leere Hand” um, welches damals wie auch heute in Kanjis (dem Chinesischen entlehnte japanische Symbolschrift) geschrieben wird. Zwischenzeitig wurde es auch überwiegend in der japanischen Silbenschrift Katakana geschrieben. Heutzutage sind beide Schreibweisen geläufig, wobei Katakana eher nur bei moderner wirkenden, sportlichen Veranstaltungen wie K1 genutzt wird, während es ansonsten (eher traditionell) weiterhin in der Regel in Kanjis geschrieben wird.

Bei Karate benutzt man nicht nur seinen eigenen Körper, sondern auch Nunchaku, Kama (Handsichel) und Tonfa (Schlagstock) als Waffe.
Im Gegensatz zu früher dient Karate nicht nur der Traditionpflege, japanischen Lebensstil und Höflichkeit zu leben und Charakterbildung, sondern es kommt auch immer stärker der sportliche Aspekt zur Geltung. Daher gibt es immer wieder Stimmen in Japan, die Karate gern als olympische Disziplin einführen würden.

Was ist Jyoshinmon?

Aus Karate sind im Laufe der Jahre viele unterschiedliche Stilrichtungen entstanden. Unsere beruht auf der Lehre von Großmeister IKEDA, welche sich widerum auf Großmeister KYAN beruft. Großmeister KYAN ist immer noch in Okinawa als Karatemeister berühmt. Meister NAKAZATO – einer seiner Nachfolger – wurde im Jahre 2002 zum “Mukei Bunkazai” (“geistiger Kulturschatz”) ernannt.
Jyoshinmon, welches im Inland ca. 60 Dojos unterhält und in 25 Ländern Verbreitung gefunden hat, ist eine relative neue Schule, welcher viele berühmte Karateka entstammen.
Jyoshinmon, welches im Jahre 2004 sein 35jähriges Jubiläum hatte, organisiert Wettkämpfe nicht nur in Tokio, sondern auch auf Kuba, in Russland und in den USA.

Was ist Kenshinkai?

Kenshinkai – der älteste von vielen weiteren Zweigen des Jyoshinmon – wurde von Meister HANZAWA mit Erlaubnis des Großmeisters IKEDA im Jahre 1969 gegründet.
Der Name Kenshinkai stammt vom Wort Kenkosokushin (“Gesundheitsförderung”) ab. Von daher steht gerade im Kenshinkai Karate die Idee der geistigen und körperlichen Gesundheit im Mittelpunkt.
Meister ISHIZUKA – Sieger verschiedenster Wettkämpfe – unterrichtete im Verlaufe seiner Karriere zahlreiche Schüler in Kenshinkai. Während FUNAYAMA Shihan in Japan den Menschen Karate näherbringt, lebt und lehrt ISHIZUKA Shihan in Frankfurt.

Die fünf Grundsätze des Dojo (gojyokun)

  1. Sei stets höflich.
  2. Bemühe Dich um einen guten Charakter.
  3. Verbreite und entwickele Karatedo.
  4. Perfektioniere Deine Technik.
  5. Sei nicht anmaßend und bemühe Dich um Harmonie.

Die fünf Grundsätze für Kinder (shonen gojyokun)

  1. Sei brav.
  2. Übe fleißig und streng Dich an.
  3. Sei freundlich zu jedermann.
  4. Lebe gesund.
  5. Werde ein würdiger Karateka.